Attraktive Berliner Allee - attraktiver Antonplatz?

Veröffentlicht am 12.08.2016 in Kiez

Am Freitag, dem 05. August diskutierten Anwohnerinnen und Anwohner mit Gewerbetreibenden und Interessenvertretern über die Attraktivität der Berliner Allee und ihre Vorstellungen über die zukünftige Entwicklung dieses Einzelhandelsstandortes.

Als Vorbereitung auf die Veranstaltung, zu der ich gemeinsam mit meiner Kollegin Clara West, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses eingeladen hatte, sind wir bei einem Gewerberundgang mit den Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern des Kiezes ins Gespräch gekommen. Dabei konnten wir beobachten, dass einige Angebote sich wiederholen, andere Produkte auf der Berliner Allee gar nicht mehr vertreten sind. Hier könnte langfristig eine Veränderung der Angebotsbreite und -struktur vielleicht zu größerem Bekanntheitsgrad und Erfolg der Einkaufsstraße führen. Kritisch wurde von unseren Gesprächspartnern aber nicht nur die z.T. große Konkurrenz gesehen (verbunden mit Fluktuation und Leerstand), sondern auch die schlechte Parkplatzsituation. Ihr Ziel wären nicht nur mehr Parkplätze, sondern in einem ersten Schritt eine Verlängerung der möglichen Höchstparkzeit von einer auf zwei Stunden, um den Kunden die Möglichkeit zum Bummeln und Verweilen zu geben.

Des weiteren lohnte sich ein Blick in das neue Zentrenkonzept des Bezirks. Hier wird deutlich, dass die Berliner Allee einer von vier städtischen Kernbereichen in Pankow ist, ein sogenanntes „Stadtteilzentrum“ und damit zuständig für die Nahversorgung der direkten Umgebung und auch darüber hinaus.

Den ca. 20 anwesenden Gästen im Frei-Zeit-Haus Weißensee berichteten dann Kai-Uwe Agatsy und Bodo Hildebrandt von der Interessengemeinschaft (IG) Weißensee City zunächst über die Arbeit der IG vor Ort und ihre Bemühungen zu einem Austausch auf Augenhöhe mit der Politik über ihre Ideen zum Antonplatz und umliegenden Kiez.

Nils Busch-Petersen, Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg und selbst Pankower, relativierte die uns zunächst alarmierenden Zahlen von 10% Leerstand auf der Berliner Allee oder auch der verzeichneten Frequenzrückgänge in Einkaufsstraßen im allgemeinen. Verglichen mit Berlin oder auch dem gesamten Bundesgebiet ist die Entwicklung der Berliner Allee absolut „normal“. Der Einzelhandel kämpft nach Aussage des Experten mit drei Dingen:

  1. Digitalisierung

    Inzwischen werden 11% aller Einzelhandelsumsätze online getätigt, in einzelnen Branchen sind es sogar bis zu 25%.

  2. David gegen Goliath : Konkurrenz durch Shopping-Center

    Nach der Wende verhinderte die Treuhand die Entstehung von Mittelstand und förderte lieber die Planung von Shoppingcentern auf Grundstücken mit geklärten Eigentumsverhältnissen (z.B. entlang der Ringbahn auf Grundstücken der (Deutschen) Bahn).

    Diese großen Center leisten sich ein Center-Management für gemeinsames Marketing, in das der einzelne Gewerbemieter im Center 3-4 €/m² im Monat einzahlt.

  3. Polyzentralität gepaart mit guter Verkehrsanbindung

    Die gute ÖPNV-Anbindung der Berliner Straße führt nicht nur dazu, dass man schnell „zu Hause“ ist, sondern leider auch, dass die Kunden schnell in einem der anderen Stadtteilzentren (Schönhauser Allee, Garbatyplatz, etc.) sind.

Weg und Ziel der Einzelhändler muss also sein, Synergien zu schaffen, Einkaufsverbünde zu organisieren und Interessengemeinschaften zu gründen.

In der anschließenden Diskussion kamen vor allem auch die Kundinnen der Läden und des Marktes auf dem Antonplatz zu Wort. Deutlich wurde, wie hoch der Identifikationsfaktor der Anwohner mit der Berliner Allee als Einkaufsstraße ist und wie gut der Markt als regionales Angebot angenommen wird.

Deutliche Kritik wurde allerdings an den Rahmenbedingungen für den Markt und die angrenzenden Geschäfte geübt:

Die Barrierefreiheit lässt vielerorts zu wünschen übrig, auch der „Runde Tisch Barrierefreiheit“ der 2012 auf Staatssekretärsebene ins Leben gerufen wurde, hat nicht zu den gewünschten Effekten geführt. Jedoch wurde den Einzelhändlern zugestanden, dass die notwendigen Umbauten nicht nur mit hohen Kosten verbunden sind, sondern viele kleine Ladengeschäfte es vom Platz her einfach nicht hergeben, zwei rollstuhlkompatible Gänge vorzuhalten.

Auch wenn die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg in erster Linie bei dem Gewerbetreibenden selbst liegt, haben wir Politiker Hausaufgaben mitbekommen: Neben der besseren Kommunikation zwischen Land – Bezirk und Kiez- und Gewerbevertretern, regten die Diskutanten eine „Ermöglichungskultur“ an. Vorschläge waren z.B. zur Belebung eines öffentlichen Platzes Gebühren von den Gewerbetreibenden zu fordern, die keine Außenbestuhlung anbieten, anstatt diejenigen zu bestrafen, deren Stühle ein paar Zentimeter zu tief stünden.

Definitiv werden wir einiges davon mit nach Hause nehmen und planen gedanklich schon die Folgeveranstaltungen zum Kiez im Allgemeinen und der Attratktivität des Gewerbestandortes im Speziellen nach der Wahl.

 
 

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