Integration - Aber wie?

Veröffentlicht am 11.05.2016 in Integration

Dilek Kolat stellte sich den Fragen von UnterstützerInnen der umliegenden Notunterkünfte

„Wie kann Integration gelingen?“ – das war die abendfüllende Frage, der sich auf meine Einladung hin Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, am Montag im Café 157 in der John-Scheer-Straße gestellt hat. Und diese Frage interessierte die mehr als 40  Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung nicht nur im Allgemeinen, sondern natürlich ganz konkret. Die weltweiten Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre haben auch uns in Pankow viele neue Mitbürgerinnen und Mitbürger gebracht. Die Berliner Verwaltung musste bezüglich der damit verbundenen Aufgaben viel Kritik einstecken. Aber, Berlin ist ...

... eine vielfältige Stadt und hat viel Erfahrung mit der Integration von Menschen, die zu uns kommen. Im März hat der Senat deshalb den „Masterplan Integration“ vorgelegt. Dilek Kolat hat uns am Montagabend erläutert, welche Ziele dieser Masterplan verfolgt und mit welchen Maßnahmen er sie erreichen will. Sie hat aber auch offen gesagt, dass es nach dem Beschluss durch den Senat noch eine Weile braucht, bis alle Punkte aus dem Plan umgesetzt worden sind. Dabei legte sie besonderes Augenmerkt darauf, dass sich der Plan an die Lebensphasen der Geflüchteten orientiert. Außerdem forderte sie:

„Integration vom ersten Tag zu denken und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Dies bedeutet, den Schwerpunkt auf Sprachkurse, Bildung und Arbeitsmarktintegration zu legen.“

 

Die größte Herausforderung besteht darin, allen ein Angebot für ein Sprachkurs zu machen. Für mich macht der Masterplan (auch) deutlich, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Für ein friedliches und sozial gerechtes Zusammenleben in unserer Stadt sind wir alle gefragt, da das gesellschaftliche Klima die Integration entweder erleichtert oder erschwert. Deshalb habe ich mich über die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gefreut. Sie bewegte vor allem das Thema der Bürokratie bei der aktiven Unterstützung von Geflüchteten. Die meisten Rückfragen bezogen sich auf den Zwiespalt zwischen der Pflicht Sprachkurse zu besuchen und der dadurch fehlenden Zeit, um angebotene Praktika wahrnehmen zu können. Des weiteren, äußerten die Unterstützer Ihren Unmut über die Verteilung der Geflüchteten auf die Arbeitsagenturen der Stadt. Für mich war besonders interessant, zu hören, dass auch gefordert wurde eben nicht, nur Sonderprogramme für Geflüchtete aufzusetzen, sondern einfach bestehende auszuweiten. Nur so kann Integration aktiv gelingen. Daher:

"Integration gelingt nur, wenn sich alle Akteure bemühen - die Stadtgesellschaft und auch die Geflüchteten - und wenn wir genügende Angebote, Programme und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, die erfolgreiche Integration möglich machen."

 

 
 

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